
Am Tauchplatz "Playa Iguale" haben wir große Stachel- und einen Zitterrochen gesehen. Sandaale sind dort ebenfalls vertreten. Auf den Ausfahrten zu den Tauchplätzen haben wir mehrfach Delfine zu gesehen, natürlich haben alle auf eine Begegnung unter Wasser gehofft, was uns jedoch nicht gegönnt wurde.
Auch die Tauchplätze Cantera, Piedras und Punta del Toston haben uns gut gefallen, an letzterem haben wir unseren ersten Schmetterlingsrochen gesehen. Achja und um es nicht zu vergessen, es gibt unzählige Seeigel die einem grundsätzlich im Weg sind, aber die Basis hat ein tolles Mittel was hilft die Stacheln auszulösen.
Fazit:
Alles in allem war es ein schöner Tauchurlaub. Jedoch muss man bedenken dass man im Atlantik taucht. Ein 5mm Anzug mit Kopfhaube ist das Minimum. Gomera bleibt noch zu erwähnen ist eine wunderschöne Insel, auf der man etwas verpaßt, wenn man nur Unterwasser ist.
Und hier gibt es noch ein paar schöne Fotos
aus der Unterwasserwelt Gomeras!
© 2003 Nicole Kiehn
Im Herbst 2003 flogen wir das erste mal zum Tauchen auf die Kanareninsel La Gomera, die zweitkleinste Insel der Kanaren. Taucherrisch sollte sie zusammen mit La Palma an Nummer zwei nach El Hierro stehen.
Zur Anreise ist zu sagen: Man braucht relativ lange für die kurze Entfernung. Flug nach Teneriffa, Transfer zum Hafen dann eine Stunde Schnellfähre nach San Sebastian und von dort nochmal 1,5 Stunden Bustransfer ins Valle Gran Rey. Es gibt auch die Möglichkeit von Teneriffa nach Gomera zu fliegen.
Es gibt nur zwei Tauchbasen auf Gomera, eine davon ist Fish und Co. im Valle Gran Rey im Stadtteil La Playa. Die Basis wird geführt durch Frank und Ingrid, deutsche Gomerianer. Sehr nett, haben den dortigen Lebensstil schon sehr angenommen. Vorab: Eine Basis für Vieltaucher ist es nicht. Wenn weniger als 4 Leute da sind, wird nur eine Ausfahrt am Tag vorgenommen. Uns ist dies dreimal passiert und waren hierüber etwas enttäuscht, da wir ausschließlich zum tauchen hingefahren und uns auch vorab per mail informiert hatten.
Getaucht wird mit 12 Liter Flaschen und nur vom Boot aus. Auf das Boot passen acht Taucher plus Guides. Wer auf Bequemlichkeit steht, ist hier fehl am Platz. Die Ausrüstung wird in der Basis fertiggemacht, muß dann hochgeschleppt und auf den Anhänger gebracht werden.
Dann fährt man mit dem Basenbus nach Vuelas zum Hafen, lädt aus und muß mit Flasche etc. eine Leiter herunterklettern um auf das Boot zu kommen (zurück das selbe nach oben).
Die Tauchplätze sind gekennzeichnet durch den vulkanischen Ursprung Gomeras. Es gibt hauptsächlich schwarze Felsen und schwarzen Sand. Hierdurch wirkt es auf den ersten Blick etwas trist, wenn man buntes Meerestreiben a la Ägypten oder Malediven gewohnt ist. Aber wenn man genauer hinschaut (eine Lampe muß mit!) ist es jedoch durchaus reizvoll auf Gomera zu tauchen.
Direkt beim ersten Tauchgang sahen wir einen großen Adlerrochen, der friedlich und ganz ohne Angst vor uns unter Steinen nach Nahrung suchte. Dies war ein echtes Highlight. Zu erwähnen sind auch in jedem Fall die besonders vor Gomera sehr groß werdenen und endemischen Bärenkrebse. Bei einigen Tauchplätzen gab es Grotten und auch kleine Höhlen in die man hineintauchen konnte. Hier habe ich den größte Kugelfisch meiner Taucherkarriere gesehen.
En masse gibt es Drachenkrebse, Einsiedlerkrebse, Trompeten- und Papageienfische. Auch Seehasen, Riffhummer, Muränen (auch Tigermuränen) und Nacktschnecken sind häufig zu sehen. Beeindruckend waren auch die mehrfach gesehenen Barrakudaschwärme, die einen recht nah herangelassen haben.

