Wie es leider immer so ist, vergingen auch diese 10 Tauchtage vor Malpelo viel zu schnell. Es gab unter anderem beim Schnorcheln noch Delfine zu sehen, ein kleiner Walhai wurde begleitet und eine Robbe, die sich wohl hierher verirrt hatte. Aufzupassen gilt es immer auf die riesigen Muränen, die doch recht aggressiv sind. Ein Mitstreiter machte die leidige Erfahrung mit einem nicht zu verachtenden Biss in die Hand einer solchen. Aber alles gut gegangen, Zahnarzt mit Anästhetikum, Nadel und Faden, sowie Antibiotika war an Board.

Fazit:

Nicht umsonst wird Malpelo als eines der Top 10 Gebiete für Großfisch genannt, hier regieren die Haie. Eine super, geniale Reise, die sich für mich gelohnt hat, ich habe alles gesehen, was ich sehen wollte, teuflische Strömungstauchgänge gemacht und überlebt, Nullzeiten bis zur Schmerzgrenze runter gezählt ;) , Einzig die Sichtweiten mit nur 15 - 25 Meter ließen alles etwas dunkel erscheinen und grenzten die Euphorie des Öfteren ein. Ich habe super nette Leute kennengelernt, die auch noch allesamt super Taucher waren und an Board alle gut zusammen gepasst haben. Zwei Guides, die sich auf Mapleo auskannten und immer wußten was sie taten. Ich würde es wieder tun, wenn auch andere Reiseziele nun erst einmal Vorrang haben. (Reminder an: Byron und Thomas)

Alle meine Eindrücke hier nieder zu schreiben würde den Rahmen sprengen und Euch nicht mehr zum Lesen animieren, aber das Wichtigste zum Schluss:

Vielen Dank an alle Teilnehmer der Tour, die das problemlose Zusammenwirken auf der Yemaya II ermöglicht haben. Ebenso möchte ich mich bei den beiden Guides Arthur und Sten bedanken, die einen super Job gemacht haben, immer freundlich und hilfsbereit waren, egal was man für ein Problem hatte. Ohne Euch wäre dies alles nicht möglich gewesen.

Zu den Fotos: Quasi am 3 Tauchtag hatte ich aufgrund der Strömungen meine Fotokamera ausrangiert und nur noch mit einer GoPro gefilmt. Daher sind nur wenige Fotos in der Galerie zu sehen. Die Videos werde ich nachdem ich sie geschnitten habe natürlich auch online stellen. Schaut also mal öfter rein.

Memo:

Mein besonderer Dank geht an Thomas, der mein Tauchbuddy war und mit mir die Kabine teilte. Ein absolut sympathischer und unkomplizierter, entspannter Mensch und ein exzellenter Taucher, bei dem ich mir noch einiges in Sachen Strömungstauchen abgucken konnte. Als Buddy perfekt, denn wenn einer am Ende Luft für zwei hatte, war er es. Respekt, und jederzeit wieder Thomas.

© 2014 Olaf Heil

 

Beim weiteren Ritt durch den Tunnel dachte ich, das war es jetzt Olaf, Du wirst hier in Malpelo irgendwann ertrinken wenn nicht sogar jetzt schon. Irgendwie habe ich es dann doch geschafft den Tunnel zu durchqueren, natürlich auf Kosten des kostbaren Luftvorrates, kurz hinter dem Ende lag dann noch in aller Ruhe ein Weißspitzenhai auf dem Boden. Nun war aber klar, was uns hier erwarten würde. Strömung, die ihrem Namen alle Ehre machen wird. Aber dann sind auch genügend Haie da und dafür waren wir ja schließlich hier.

Der Nachmittagstauchgang (15 Uhr) ging dann an einen der Hotspots von Malpelo, La Nevera. Hier waren die Chancen gut auf Hammerhaie zu treffen, was auch so war, 3 Hammerhaie tauchten kurz nachdem wir unsere "Lauerpositionen" nahe der Putzerstation eingenommen hatten im dunkler werdenden Licht auf. Imposante Tiere, die auf kleinste Bewegungen reagieren und sofort eine andere Richtung einschlagen. Aber wir wußten nun, sie waren da.

Ach ja, "Lauerpostion" bringt mich auf das Thema Tauchgangsbeschreibung. Und das ist recht einfach, da es bei den folgenden 27 Tauchgängen immer ähnlich ablief. Die Tauchgänge auf Malpelo laufen folgendermaßen ab:

1) Negativeinstieg über Rolle Rückwärts vom Skiff und schnellstmöglich dem Guide hinterher in eine Tiefe zw. 30 und 35 Meter.

2) Ein Hand an die Felswand gegen die Strömung kämpfen, warten bis alle da waren und Halt gefunden hatten.

3) Dann wird zum eigentlich Spot gekrabbelt, und zusehen, das eine Hand immer am Fels bleibt, sonst wird man sofort von der Strömung fortgerissen und kann den Tauchgang im Blauwasser beenden.

4) Am Spot angekommen sucht sich jeder ein Versteck zwischen Felsen und verharrt dort möglichst ruhig, damit die Hammer- und Galapagoshaie schön dicht herankommen können, ohne durch hektische Bewegungen der Taucher verschreckt zu werden.

5) Wenn es eng wird mit der Nullzeit gibt der Guide ein Zeichen und alle kommen aus den Verstecken und ab geht es möglichst weit ins Blauwasser raus um den Strömungen gegen den Felsen zu entkommen.

6) Die Kräfte beim Festhalten, die Nullzeit und der Luftvorrat bestimmen hier die Länge des Tauchgangs.

Ja, so ist das Tauchen vor Malpelo, eben mal was ganz anderes. Aber mit zunehmender Anzahl der Tauchgänge hat man schnell raus, wie man hier am besten zurechtkommt, und der schlaue Taucher, schaut sich mal an wie andere das hier machen und da kann man auch sehr viel bei lernen. Anfänger kommen hier definitiv nicht in den Genuß des Eigentlichen. Strömungserfahrung ist Grundvoraussetzung.

 

Die komplette Tauchausrüstung bleibt die ganze Zeit auf dem Skiff, Jacket an der Flasche, welche über einen langen Schlauch immer mit weit mehr als 200 bar (Nitrox 32), gefüllt wurden. Lediglich Neopren, Kamera und Computer nimmt man nach dem Tauchgang wieder mit auf die Yemaya II.

Für die Foto- und Videokameras, Computer und Lampen gibt es ein eigenes Süßwasserspülbecken, was jeden Tag mit frischen Wasser aufgefüllt wird. Anzug, Füßlinge usw. kann man auf dem Tauchdeck mit Süßwasserduschen vernünftig abspülen und dann zum "Trocknen" aufhängen. Natürlich wird hier gar nichts richtig trocken, allein schon durch 100% Luftfeuchtigkeit und 3 Tauchgänge am Tag.

Für das Laden von den heutzutage üblichen Akkus diverser Geräte ist ein trockenes Regal auf der Taucherplattform mit reichlich Steckdosen vorhanden. Mehrere 110 V Adapter sollte man dabei haben.

Anzug der Wahl sollte hier tatsächlich ein 7mm und evtl. Kopfhaube und auf jeden Fall Tropenhandschuhe mit Leder sein. Oberflächentemperaturen von 26 Grad erscheinen zu warm, aber es gibt mehrere Sprungschichten, wo die Temperatur dann doch mal auf 18 Grad zu dieser Jahreszeit sinken kann und bei 30 aufeinander folgenden Tauchgängen läßt unsere Energieverwaltung doch auch mal nach. Unsere niedrigste Temperatur war 24 Grad, aber für die Jahreszeit ist das Wasser leider schon 4 Grad zu warm. Man befürchtet Schlimmes (Stichwort El Nino).

Nach einer ruhigen 36-stündigen Überfahrt, wo uns am Tag Delfine begleiteten und ab und an mal ein Schwertfisch aus dem Wasser sprang, krachten um ca. 5 Uhr morgens die Anker in den Sandgrund. Nun waren wir da und unser erster Tauchgang startet um 8 Uhr.

Es ging zum Checkdive nach El Alta de Virginia, ein Tauchplatz in einer "ruhigen" Bucht, so daß man in Ruhe den Bleicheck machen konnte. Strömung war eher wenig, aber man spürte sie und ahnte was da wohl kommen mag. Zu sehen gab es einen riesigen Barakudaschwarm, diverse Kofferfische, und massenhaft freischwimmende, riesige Muränen, was für Malpelo normal ist. Dies blieb auch der einzige Tauchgang der keine 30 Meter auf dem Computer anzeigte.

Der zweite Tauchgang führte uns dann in den Norden zu den Los Tres Mosqueteros inkl. der Kathedrale. Ab hier fingen wir nun an zu verstehen was Arthur im Briefing mit "Auf Malpelo tauchen ist anders als...." Rolle Rückwärts vom Boot und ab in die Tiefe. Angekommen vor der Kathedrale, ein ca. 50 Meter langer Durchgang ähnlich einer Höhle aber oben offen.

Die Strömung kachelte nur so, mal von vorne, mal von hinten, was bedeutet, ab auf den Boden, am Stein festkrallen, warten bis die Strömung von hinten kam und schnell ein paar Meter nach vorne machen. Angekommen im "Tunnel" wurden wir von riesigen Fischschwärmen und 4 großen Adlerrochen belohnt.

 

 

Nach dem zweiten Tauchgang ca. 13 Uhr gibt es ein reichhaltiges, Mittagessen, nach dem dritten Tauchgang einen Snack und um 19 Uhr Abendessen. Der sehr nette Koch gestaltet das Essen äußerst kreativ, liebevoll und abwechslungsreich, mir ist in den 14 Tagen an Board keine Wiederholung aufgefallen.

Was absolut positiv anzuführen ist und hier nicht fehlen darf, man kann in Sachen Essen Wünsche äußern. Auf meiner Tour waren zwei Taucher, die keinen Fisch essen (u. a. ich) und ein Veganer dabei. Überhaupt kein Problem auf der Yemaya II und besonders nicht für den Koch. Er kam im Laufe des Tages persönlich zu uns, erklärte uns kurzerhand was er an Essen für uns vorbereiten wird und ob wir einverstanden sind, ich muß zugeben, das habe ich bisher noch auf keinem Safariboot erlebt. Respekt!

Da wir ja nun einen kompletten Tag und eine Nacht auf See vor uns hatten, war es nun Zeit für das allgemeine Tauchbriefing.

Arthur begann quasi mit dem Satz: Auf Malpelo zu Tauchen ist anders als das, was man unter Tauchen bisher verstanden hat. Es herrschen hier andere Bedingungen wo es einiges zu beachten gibt. Oha, ein Blick in die Gesichter der Reisenden und man wußte, nun hören alle doch mal sehr konzentriert zu.

Als erstes wurde uns ans Herz gelegt ein Nautilus Lifeline Notruf- und Rettungssystem doch bei jedem Tauchgang mit uns zu führen. Dieses wird uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Gesagt getan. Alle hatten sofort den Finger oben und umgehend ein Gerät.

Als nächstes wurde empfohlen den Nitrox Partialdruck auf 1,6 zu stellen. Da wir alle Tauchgänge mit Nitrox 32 machen werden wurde also der Computer umgestellt. In den späteren Tauchgangsbeschreibungen wird klar, warum auf 1,6 gestellt werden sollte.

Weiter ging es es mit der Gruppeneinteilung, da die Yemaya 2 Skiffs hat konnte jede Gruppen an einen anderen Tauchspot fahren. Wir waren mit einer Gruppe von 14 Tauchern an Board, somit wurden wir in zwei Gruppen zu je 7 Tauchern + 1 Guide geteilt. Ab und zu gesellte sich der Kapitän als weiterer Taucher oder ein, von der Kolumbianischen Behörde abgestellter und auf Malpelo stationierter Ranger, zu einer Gruppen. Der Ranger hat offiziell die Aufgabe die Unterwasserwelt zu beobachten, alte Fischernetze und Leinen zu entfernen.

Natürlich hat er auch immer ein Auge auf die Taucher und deren Tauchverhalten. Allerdings gab es keine Probleme mit ihm, im Gegenteil ein sehr netter und aufgeschlossener Zeitgenosse, der froh war den Felsen mal über eine Strickleiter verlassen zu können und den "Luxus" eines Safarischiffes genießen zu dürfen. Somit kann man denken dass die doch sehr hohen Malpelo Nationalparkgebühren in den Rangern gut angelegt sind.

Zwei Skiffs (sehr kräftige Motorboote mit zwei Außenbordern) holten uns nun am späten Nachmittag ab und brachten uns in ca. 15 Minuten zu der, in einer Bucht liegenden, MY Yemaya II.

Hier stellt sich nun auch der zweite Guide der Tour, Sten (Schwedischer Hüne, wohnhaft in Mexico) vor. Ebenfalls auf Anhieb super sympathisch und was sich später herausstellte, ein Weltreisender, der schon so einiges erlebt hat.

Gepäck an Board, Begrüßungscocktail entgegengenommen, Kabinen verteilt und schon legte das Schiff ab, denn nun stand uns eine Überfahrt nach Malpelo von ca. 36 Stunden bevor. Und man weiß nie was der Wellengang so auf dem Pazifik gerade zu bieten hat. Aber genug Zeit um über weitere Einzelheiten auf dem Schiff informiert zu werden.

Kaum auf dem Ozean kam der Kapitän zu uns und stellte sich, die Yemaya ,und die komplette Mannschaft mit Namen und deren Aufgaben an Board vor. Alles an Board darf betreten werden, einziges No-Go ist der Maschinenraum.

Die Yemaya II ist ca. 35 Meter lang und ca. 7,50 breit, hat zwar keine seitlichen Stabilisatoren, liegt aber erstaunlich gut, auch bei stärkerem Wellengang, im Wasser. 8 unterschiedliche Doppelkabinen, mit WC und Duschen, zwei weitere WC´s auf dem Oberdeck, 110 Volt Steckdosen mehrfach in den Kabinen und auf dem Taucherdeck vorhanden.

Als Tauchsafarischiff ist sie exzellent ausgerüstet und sehr durchdacht gebaut und ausgestattet worden, damit auch Hochseeziele wie Malpelo und Cocos angefahren werden können. Neuste Technik auf der Kommandobrücke sind daher Pflicht und auch vorhanden.

Nachdem das Schiffs-Briefing erledigt war, gab es ersteinmal Abendessen.

Das Essen während meines Aufenthaltes auf der Yemaya II war mehr als perfekt. Morgens vor dem Tauchen lag schon immer ein Snack, Brot, Marmelade, Wurst uvm. bereit sowie Kaffee und Tee. Nach dem ersten Tauchgang ca. 9 Uhr gibt es ein großes Frühstück mit Omelette, Rührei, Spiegelei, wie auch immer man es haben wollte, der Koch machts möglich. Wurst, Käse, selbst Nutella ist immer auf dem Tisch. Diverse Obstsorten werden immer frisch nachgefüllt und kann zu jederzeit verzehrt werden.

Hier muss nicht gewartet oder bestellt werden, man kann sich jederzeit frei bedienen. Fragt mich jetzt nicht wo die "kleine" Yemaya II das alles lagert, aber es war auf jeden Fall immer reichlich da. Wasser und nicht alkoholische Getränke sind kostenfrei, ebenfalls in genügender Menge vorhanden und für jeden Gast jederzeit frei zugänglich.

 

 

Strömung war gestern.....heute ist Malpelo!

Wer meint, er wäre schon einmal Strömung getaucht wird bei Tauchgängen um die Insel Malpelo herum auf den Boden der "Strömungs-Realität" zurück geholt und vergißt ganz schnell alles was vorher war. Dort herrschen Strömungen, wo einem das Hören und Sehen vergeht.

Es war einfach ein genialer geiler Urlaub und man lernt in den ersten Tauchgängen auch mit diesen Bedingungen zurecht zu kommen.

Aber fangen wir am besten vorne an:

Am 01. Mai 2014 ging es mit KLM von Düsseldorf über Amsterdam nach Panama City. Dort standen 3 Tage Hotelaufenthalt im Gamboa Rainforest Resort, einem schönen exklusiven Hotel mitten im Regenwald, an. Am zweiten Tag ging es dann mit einem Boot auf den Panama-Kanal raus und anschließen mittels einem Fußmarsch in den Regenwald.

Auf der Tour durch den Regenwald konnte man unter anderem neben Geoffroy-Klammeraffen, Weißschulterkapuziner- und Coiba Brüllaffen, Faultiere, Krokodile mit samt Nachwuchs, Kaimane, Agoutis, Tukane und ewig lange Ameisenstraßen bewundern.

Auf dem Kanal selbst kommen einem Containerschiffe, Passagierschiffe, Öl- und Gastanker der Größenklasse XXXL entgegen oder tauchen hinter einem auf. Alle "großen" Schiffe sind verpflichtet mind. einen Schlepper zum Abbremsen mit sich zu führen. An manchen Stellen, wenn sich zwei der Riesen begegen kann es auch schon mal richtig eng werden.

Eine super interessante Tour, bei der man auch sehr viel über die Entstehung und die Weiterentwicklung des Kanals erfährt, der immer weiter ausgebaggert wird, damit noch größere Schiffe mit mehr Tiefgang hindurch fahren können. Eine Durchfahrt für ein Passagierschiff kann schon mal 400.000 US Dollar kosten und diese Einnahmen läßt sich Panama nicht entgehen auch wenn dadurch wieder einmal die Natur und die Artenvielfalt enorm geschädigt wird. Immerhin versucht die Regierung einen Teil der Einnahmen für die Neupflanzung von Regenwaldbäumen und Pflanzen bereitzustellen, auch in den Rückbau der Baustellen und die damit verbundene Renaturierung wird sehr viel investiert.

Am 4. Tag ging es dann um 10 Uhr in einem gut klimatisierten Bus, was bei ca. 33 Grad doch sehr angenehm ist, in 4,5 Stunden Richtung Süd-Westen an die Pazifikküste nach Puerto Mutis, wo uns der Zoll schon erwartete, denn nun ging es auf die MY Yemaya II zur eigentlichen 10 Tage Tauchsafari zur Felseninsel Malpelo, die zu Kolumbien gehört. Gepäck und Pässe wurden sehr sorgfältig überprüft, kann man nicht anders sagen.

Im Bus stellte sich auch bereits Arthur (Schweizer, der nach Kolumbien ausgewandert ist), einer der beiden Guides, die uns auf der Safari begleiten würden vor. Super netter und sympathischer Typ, immer freundlich und hilfsbereit.

 

Am nächsten Morgen fuhren wir in den Süden, da wir ja nun schon Strömungserprobt waren. Na ja, falsch gedacht, schon beim Abstieg kachelte es wie Teufel, aber wir erreichten am Tauchplatz La Gringa das Plateau. Belohnung folgte punktum mit einer Hammerhaischule, mehreren Adlerrochen und den ersten Galapagoshaien. Mittags besuchten wir La Gringa direkt noch einmal und wieder gab es mehrere Hammer- und Galapagoshaie zu bestaunen.

Nachmittags ging es nach La Torta / Vagamares, wo viele Fischschwärme, Galapagoshaie und Weißspitzen auf uns warteten.

Alle Tauchgänge enden auf Malpelo im Blauwasser, da man immer von der gefährlichen Oberflächenströmung, die gegen den Felsen läuft, weg muss. Auch könnte uns das Skiff uns zu nah am Felsen nicht abholen. Bis auf einmal hat das auch immer geklappt, nun ja das eine mal mußte uns das Skiff dann an der Rettungsleine erst mal vom immer näher kommenden Felsen wegziehen bevor wir einsteigen konnten.

Aber hier ist auch der 25 Meter Blauwasseraufstieg nicht zu verachten. Immer wieder kam es vor, dass von unten Hammerhai oder Galapagoshaie nach oben kamen, Bonitoschwärme tauchten so schnell auf, wie sie auch wieder verschwunden waren. Sogar Seidenhaie begutachteten die Taucher beim Aufstieg, leider waren Seidenhaie aufgrund des viel zu warmen Wassers eine Seltenheit. Aber bei jedem Aufstieg sollte man die Augen offen halten, denn wenn die Luft noch paßte sah man auch plötzlich unter sich eine Hammerhaischule lang ziehen und dann ging es mal kurz ab nach unten.

Bei La Nevera kam uns dann eine Delfinfamilie entgegen, die unser Guide natürlich schon vorher gehört hatte. Wie gut, dass wir einen "Ocean Whisperer" als Guide dabei hatten, der auch des Öfteren das "Whispern" des Riffs hörte.

Am nächsten Tag ging es nach Bajo del Monstruo und El Mirador wo wir wieder Hammerhaie sehen konnten. Eine der doch eher seltenen Zebramuränen ließ sich dort blicken. In den nächsten Tagen fuhren wir dann nach La Cara del Fantasma, La Pared del Naufrago, La Ferreteria, El Acuario, D' Artagnan und El Freezer. Zusammenfassend für diese natürlich unterschiedlichen Tauchplätze mit diversen harten und weniger harten Strömungen, gab es dort Wahoos, gr. Barakudas, diverse Fischschwärme, Schildkröte, 1000de Muränen, mehrere Weißspitzen, Grooper und des Öfteren Gelbflossentunas zu sehen.

Die meiste Zeit verbrachten wir aber immer in La Nevera und La Gringa. Der Topspot schlechthin war bei uns LaGringa - David - El Bajon. Der Weg dorthin, ein Abenteuer sag ich nur, Abtauchen an der Wand runter auf 35 Meter, dann über eine weiße Sandfläche den Kanal kreuzen und auf El Bajon hochklettern, dort angekommen guten Platz im Kampf gegen die sich drehende Strömung suchen. Hier sahen wir regelmäßig viele Galapagoshaie, einzelne Hammerhaie, sowie einige Hammerhaischulen, die über uns hinweg zogen.

Immer wieder mal tauchten Adlerrochen und einzelne Weißspitzen auf. Manche Galapgoshaie kamen so nah, dass man regelrechten die Bewegung der Schwanzflosse spürte wenn sie über einem hinweg zischten. Oft war es regelrecht ein Haispektakel was sich uns bot.