Links herum hatte man die Möglichkeit zunächst auch am Riff entlang zu tauchen. Dort beobachteten wir einige Fische und tauchten dann weiter Richtung Azure Window. Wir machten noch einen Abstecher in eine kleine Höhle. Danach tauchten wir ein wenig auf dem Rücken und schauten so den Fischen in der Brandung am Azure Window von unten zu. Der Ausstieg erfolgte am Blue Hole.

Unser Guide holte den Pick up für uns vom Einstieg am Inland Sea ab. Olaf und ich warteten solange mit der Ausrüstung am Blue Hole. Danach wurden alle Tauchklamotten auf dem Pick up verstaut und festgezurrt und es ging nach einem wunderschönen Tauchtag zurück in die Basis.

Trotzdem wir Ende November / Anfang Dezember auf Gozo waren gab es immer noch angenehme 19° C Wassertemperatur an allen Tauplätzen und in allen Tiefen. Das Wetter an sich war auch super (19 - 22° C), es hat 2 mal kurz geregnet und wir mussten uns im Regen umziehen, ansonsten hatten wir immer Sonnenschein :o)

Der Wind war manchmal schon etwas stärker und an manchen Tagen gab es Sturm, so dass man nicht alle Tauchplätze betauchen konnte. Rein wäre man ja noch gekommen, raus nie wieder, aber es gab immer einen Tauchplatz den man betauchen konnte.

Wenn man so großes Glück, wie wir, mit dem Wetter hat, ist unsere gewählte Reisezeit ideal, denn man taucht quasi an jedem Tauchplatz alleine ohne Trubel.

Fazit:

Geniale Tauchplätze mit schönen Wracks und Höhlen, Gozo ist immer ein Reise wert, und man ist sehr schnell dort! Die Tauchbasis hält was sie verspricht, zuverlässig, sauber, gut organisiert, und korrekt in Sachen Sicherheit beim Tauchen.

 

Wenn Ihr neugierig geworden seid, dann schaut Euch doch unsere Fotos von Gozo in der Photogalerie an.

 

© 2007 Doris Jansen

 

 

Leider konnten wir bei diesem Tauchgang seinen Kopf nicht genau sehen, aber am letzten Tauchtag waren wir auf unseren Wunsch noch einmal dort und da präsentierte sich das Seepferdchen noch einmal in voller Lebensgröße und wurde von Olaf abgelichtet, schaut selber in der Photogalerie!

Reqqa Point / Shrimps Cave (Nordküste)

Wir hatten Glück und der Gott des Meers und des Windes hatte ein Einsehen mit uns, so dass wir auch diesen Tauchplatz mit einem spannenden Höhlentauchgang machen konnten, es ging in die Shrimps Cave.

Es ist eine Höhle die auf ca. 35 Meter ihren Einstig hat und dann L- förmig auf ca. 25 m hoch geht. In dieser Höhle befinden sich eine unzählige Menge von Shrimps, deren Augen leuchteten sobald sie von Licht angestrahlt wurden.

Nach ca. 15 Minuten in der Höhle hieß es dann wieder tiefer tauchen, denn die Höhle hatte nur einen Eingang, eben den auf 35 Metern. Raus aus der Höhle, und am recht fischreichen Riff entlang zurück zum Ausstieg. Der Bewuchs des Riffes mit seinen zahlreichen lilafarbenen und dann wiederum satt grünen Farben war ebenfalls ein Erlebnis. Der Ausstieg hier sollte nun ebenso spektakulär werden wie die Höhle selbst.

Unser Guide hatte beim Einstig an den Steinen ein dickes Tau fest gemacht. Er sagte uns im Briefing bereits, dass wir raus dann über das Seil klettern werden. Ich konnte mir noch nicht ganz vorstellen wie das funktionieren soll mit der Tauchausrüstung und bei dem Wellengang, aber ich vertraute ihm. Olaf und ich haben es uns einfach angeschaut, warteten bis die perfekte Welle kam und ließen uns dann hoch tragen.

Und siehe da es hatte auf Anhieb funktioniert.

 

Dwerja Point / Inland Sea (Westküste)

Der Inland Sea sieht aus wie ein kleiner ruhiger „See“. Das Meer und Erosion haben einen Durchgang durch die Steilküste entstehen lassen. Durch einen Tunnel (ca. 60 Meter lang) gelangt man aus dem kleinen Salzwassersee (der sehr flach ist ca. 1, 50 Meter) hinaus in das offenen Meer. Ein atemberaubender Anblick unter Wasser. Blautöne, die ineinander überfließen.

Wir tauchten durch den Tunnel, am Ende kamen wir bei ca. 23 Meter Tiefe heraus. Von hier gibt es eine Steilwand, die dann auf schätzungsweise 50 Meter zunächst im Sandboden endet. Wir sind einmal rechts herum getaucht am Riff entlang und haben dort Zackenbarsche und Mönchsfische gesehen.

Xatt-LAhmar / Comino Land / Xlendi (Südküste)

Am zweiten Tauchtag wurde unser nächster Wunsch erfüllt, ein Wracktauchgang sollte folgen. Dieser Tauchgang führte uns zur Comino Land, einem Wrack welches letztes Jahr erst versenkt wurde.

Abtauchen im Freiwasser, nachdem wir in geringer Tiefe zunächst über den Seegraswiesen tauchten, oder besser gesagt schaukelten, tauchten wir auf ca. 35 Meter ab. Von hier aus sind wir dann einmal um das Wrack herum, und es ging noch ein Stück tiefer auf den Sandgrund. Wir sind durch das Oberdeck getaucht und haben nach einer Erkundungstour im Maschinenraum das Wrack wieder verlassen und langsam den Aufstieg angetreten.

Die Steilwand an der wir hoch sind war klasse und beim Austauchen über den Seegraswiesen haben wir sogar noch kleine Drachenköpfe gesehen.

Ein weiterer Wracktauchgang, den wir einige Tage später machten, sollte uns zur Xlendi führen.

Ein Wrack, welches vor knapp 9 Jahren versenkt wurde, und daher mehr „spooky“ war als die Comino Land. Leider ist beim Versenken etwas schief gelaufen und somit landete die Autofähre tiefer als geplant und noch dazu auf dem Kopf.

Nach einem tollen Einstieg, einem Sprung aus 2 Meter Höhe, man hätte aber auch aus 1 Meter springen können, paddelten wir kurz an der Oberfläche, um dann einen Freiwasserabstieg auf ca. 35 Meter zu machen. Hierbei sahen wir schon ein Autowrack, welches bei dem missglückten Versenkungsmanöver aus der Fähre heraus gefallen war. Ein weiteres Highlight war ein fetter Drachenkopf in 40 Meter Tiefe, der unter einem Schild Wache hielt.

Ta `Cenc (Südküste)

Der Nachmittag des 2. Tauchtages sollte uns nach Ta `Cenc führen. Unser Guide sprach von einem Seepferdchen, das dort auf 20 Meter an einer Steilwand lebt.

Dort angekommen suchten wir das Tier und wie sollte es schon anders sein, unser Guide wurde fündig, unglaublich wie quietsche gelb das Tier war. Wir hatten noch nie eines gesehen und waren beide hoch erfreut. Auch die Größe des Tieres überraschte uns, denn es war ca. 15 cm groß.

Hier nun eine kurze Beschreibung von Tauchplätzen, die wir meistens allein mit unserem Guide betaucht haben, viel Spaß beim Lesen!

Dwejra Point / Blue Hole / Coral Cave ( Westküste)

Unser erster Tauchtag brachte uns zu einem meiner Wunschplätze, das Blue Hole am Azure Window.

Vor jedem Tauchgang fand ein ausführliches Tauchplatz- und Tauchgangsbriefing statt, alle für den Tauchgang notwendigen Handzeichen wurden vereinbart, 100 bar anzeigen war Pflicht. Besonders aus größeren Tiefen wurde eine sehr langsame Aufstiegsgeschwindigkeit eingehalten.

Nach jedem Tauchgang gab es einen Sicherheitsstopp, auch hier legte unser Guide großen Wert auf korrekte, langsame Aufstiegsgeschwindigkeiten.

So und nun zurück zum Azure Window:

Den Einstieg findet, nachdem man über Steine gelaufen ist, in einem „Pool“ statt. Wir tauchten bei 19° C Wassertemperatur ab, in ein blaues Loch und waren tief beeindruckt von den gigantischen Sichtweiten, die schätzungsweise bei 30 Meter lagen, und den atemberaubenden Blautönen unter Wasser. Je nach Lichteinfall herrscht dort immer eine andere Stimmung.

Zu sehen gab es einige Barsche und viele Borstenwürmer, Fahnenbarsche, sowie Barrakudas.

Viel Fisch gibt es auf Gozo nicht und sie sind leider auch sehr scheu, also ganz anders als ich die Unterwasserwelt bislang erleben durfte. Aber auf dem Rückweg tauchten wir durch einen richtig geilen langen Kamin, der für die fehlenden Fische einfach entschädigte.

Unser nächster Tauchgang sollte mit Einstieg links neben dem Blue Hole stattfinden, Coral Cave genannt. Hier gab es in ca. 30 Meter Tiefe eine Kaverne in die wir hineingetaucht sind. Dort haben wir uns umgesehen und tauchten dann wieder am Riff entlang zurück mit Ausstieg im Blue Hole.

 

 

 

Endlich war es soweit und mein einwöchiges Erlebnis-Geburtstagsgeschenk für Olaf konnte starten. Es ging vom 28.11 bis 05.12.2007 nach Gozo, eine kleine Nachbarinsel von Malta.

Nach gut 2 Stunden Flug erreichten wir den Flughafen von Valletta/Malta, von dort ging es mit dem Bus zum Fährhafen und nach knapp 30 min auf der Fähre kamen wir auf Gozo im Hafen Mgarr an. Ein Bus holte uns ab und wir fuhren nach Xlendi in unser Hotel St. Patricks.

Dort angekommen machten wir zunächst einen Plan für den weiteren Tag, denn wir benötigten noch dringend eine Tauchbasis, die zu dieser Jahreszeit geöffnet hatte und vor allem einen Diveguide, der uns die schönsten Plätze von Gozo zeigen sollte. Gesagt getan.

Trotz „Nachsaison“ hatte Moby Dives noch geöffnet und wir hatten das große Glück 5 Tauchtage mit dem sehr kompetenten deutschsprachigen und ebenso perfekt englisch sprechenden Tauchlehrer verbringen zu dürfen. Auch den Besitzer, Mark, haben wir kurz kennen gelernt, ebenfalls ein sehr lustiger und netter Mensch.

Die Tauchbasis selber verfügt über Pick Up`s mit denen man von der Basis zu den einzelnen Tauchplätzen fährt. Es wird alles vom Land aus getaucht. Bootsausfahrten sind auf Gozo nicht notwendig.

Beim Einchecken in die Tauchbasis wurden die tauchsportärztliche Untersuchung, sowie Brevets und Logbücher gewissenhaft kontrolliert und kopiert. Eine Sauerstoffflasche und der Erste Hilfe Koffer sowie ein Handy mit Notrufnummern waren immer im Pickup der Tauchbasis vor zu finden.

Flaschen sind in großer Auswahl und in Größen von 10 bis 15 Liter in der Tauchbasis vorhanden. Tauchsachen können dort gespült und über Nacht zum Trocknen aufgehängt werden.

Kommen wir nun zum Wesentlichen, eben zu den Tauchplätzen:

Einige erfordern einiges an Sportlichkeit, von einem großen Schritt ins Wasser von einer Höhe, wie man sie vielleicht von einem Boot kennt, sollte man sich sofort verabschieden, wenn man die Klettertour zu den Einstiegen erstmal gemeistert hat. Sprünge aus 2 bis 4 Meter Höhe ins Wasser sind hier keine Seltenheit.

Beim Ausstieg klettert man meistens über Leitern waghalsig aus dem Wasser oder lässt sich von den Wellen „heraustragen“.

Aber es lohnt sich in jedem Fall, denn die Tauchplätze auf Gozo haben einiges zu bieten, Steilwände, Wracks, Höhlen, Seegraswiesen, es ist für Jeden etwas dabei.