







Während wir auf der Suche nach dem Hai waren, hat sich eine andere Gruppe von uns auf den Weg zum Wrack der Hemmoor gemacht. Diese ist am Besten von Einstieg 4 zu erreichen. Terrassenförmig geht es runter bis auf 17 Meter, wo das elegante große Boot exakt gerade auf dem Grund liegt. Der Bug ragt über eine Abbruchkante hinaus, der Mast ragt bis auf 7 Meter nach oben. Auf dem Rückweg wurde noch ein Stopp an einem alten Autowrack gemacht. Sichtweiten auch hier echt super, was die Fotos auch belegen.
Am nächsten Morgen sollte es auf die Suche nach dem versunkenen Wald gehen. Mit einer kleinen Gruppe starteten wir den Fußmarsch und das Raustauchen in Richtung Mühle. Leider muß ich sagen, es blieb auch bei der Suche. Trotz genau der richtigen Tiefe sind wir wohl an der falschen Stelle abgetaucht, zumindest war weit und breit kein Wald zu sehen. Es war tief, dunkel und ziemlich kalt aber da wir noch genügend Luft hatten sind wir dann von Einstieg 5 zu Einstieg 0 getaucht und haben uns dabei noch einmal die schöne Piper angesehen.
Ein Gutes hatte die Waldsuche doch, jetzt haben wir für die nächste Hemmoor Tour 2012 schon mal ein festes Ziel.
Am Nachmittag sollte nun das Highlight für einen der Teilnehmer kommen. Es ging für ihn um "Alles". Mit 4 Tauchern machten wir uns auf den Weg zu Einstieg 0. Im Gepäck, eine kleine Flasche mit Kronkorken.
Ein "schwieriger" Tauchgang der wohlweislich geplant werden mußte. Es ging runter bis auf die 30 Meter Marke, danach rechts an der Steilwand entlang, bedingt durch die späte Stunde war es schon sehr dunkel und unheimlich. Dann rechts an der Steilwand hoch, am Segelboot gedreht und zurück auf die Plattform. Dort war es war endlich soweit.
Wir holten die kleine Flasche alkoholfreies Bier aus dem Jacket, öffnen, kein Problem, wir waren ja vorbeireitet. Ja, und nun tranken wir auf den 1000sten Tauchgang unseres Tauchfreundes, der gar nicht wußte wie ihm geschah. An so einem Punkt macht man sich wahrscheinlich Gedanken, ob man den nächsten 1000er auch noch schaffen wird.
Auch dieser Tauchgang hat noch einmal richtig viel Spaß gemacht und so einen super Abschluß für unsere Hemmoor Tour 2011 gefunden. Alle Teilnehmer waren sich schon vor der Abreise am Sonntag sicher, das machen wir nächstes Jahr noch einmal. Und die Bungalows sind quasi schon gebucht.
Und wenn Ihr Lust habt, schaut Euch doch die vielen schönen Fotos
in Ruhe an.
Für den Abend, war auch der erste Nachttauchgang geplant. Es sollte im dunklen zur frei schwebenden Piper auf 10 Meter gehen. Ein schwieriges Unterfangen, wie man sich vorstellen kann, aber es klappte und es hat sich gelohnt. Es war ein toller, aber auch twas unheimlicher Anblick als die Piper plötzlich vor uns im Schein der Lampen auftauchte. Durch die gute Sichtweite konnte man sie auch komplett in der Dunkelheit erkennen. Ein Erlebnis, dass alle, die diesen Tauchgang mitgemacht haben, in Erinnerung behalten werden. Viele Forellen und Rotaugen begleiteten uns dann auf dem Rückweg zu Einstieg 0.
Am folgenden Tag sollte es dann zum ersten Mal zur eigentlichen Hauptattraktion im Kreidesee gehen.
Es ging also zum Rüttler. Wir teilten uns in mehrere Gruppen auf, da noch nicht alle wußten welche Teile in welchen Tiefen vom Rüttler betaucht werden sollten. Somit ging eine Gruppe es locker an und tauchte am Seil entlang zum LKW, dann durch die Schütte von oben nach unten, um dann über der Meisterbude den gigantischen Blick nach oben zu haben.
Andere entschieden sich für den Freiwasserabstieg am Bojenseil um mehr Zeit für einen Blick durch die Gitterstäbe in die Meisterbude zu haben. Ja und irgendwelche alte Holztreppen soll es dort unten ja auch noch geben. Alles in allem machten alle Gruppen den ersten wunderschönen Tauchgang am Rüttler.
Den Rüttler besuchten wir natürlich noch öfters in dieser Woche, denn man kann bei einem Tauchgang gar nicht alles mal in Ruhe betrachten und Fotos machen, und je nach Luftvorrat auch in Richtung Einstieg 0 tauchen und dort aussteigen. Somit kann man den "Mädchenwald" auch noch in Ruhe erkunden.
Wie uns berichtet wurde sollte ein „Weißer Hai“ sein Unwesen im Kreidsee treiben. Also machten wir uns mit einer kleinen Gruppe auf den Weg um das furchterregende Tier zu suchen. Und wir fanden es tatsächlich, nur ca. 5 Meter unter der Wasseroberfläche entdeckten wir den doch recht großen Hai als er gerade auf dem Weg an die Oberfläche war, um einen nichts ahnenden Surfer, zu seinem Mittagessen zu machen. Leider wurde er durch uns und unsere Kameras gestört und somit konnte der Surfer entkommen.
Auch den Hai wollten wir natürlich noch einmal sehen, aber wenn schon, dann bei Nacht, bei dem wir den Hai bei Schlafen erwischen wollten. Und es klappte auch dieses Mal, seelenruhig schlief das riesige Tier im Schatten des Mondlichtes. Auf dem Rückweg kamen uns wieder richtig große Forellen entgegen.
Unsere diesjährige Clubtour sollte uns in den Norden Deutschlands führen. Es ging nach Hemmoor zum Kreidesee.
Wir hatten dort frühzeitig 2 komplette Bungalows für uns gebucht und sind am 10. August 2011 vormittags mit unserer Gruppe angereist. Da einige von uns das Tauchgewässer noch nicht kannten, wurde erst einmal ein ausführliches Briefing über die besonderen Gegebenheiten vor Ort von einem unserer Tauchlehrer durchgeführt.
Danach checkten wir in der Tauchbasis der Kreideseetaucher ein und zu unserer Überraschung waren die Bungalows auch schon bezugsfertig. Also raus mit den Sachen aus den Autos und rein in die Bungalows. Da wir vorausschauend 2 Bungalows für 6 Personen gebucht hatten und am Ende leider nur mit 8 Personen angereist sind, hatten wir genügend Platz und nach einer kurzen Orientierung war dann auch schnell geregelt wer in welchem Bungalow wohnen würde.
Für den ersten Abend war Selbstversorgung für jeden angesagt. Da das Einkaufzentrum nicht weit vom Kreidesee entfernt ist, konnte sich jeder mit Lebensmittel und Getränken eindecken. Zwei Mal wurde richtig nett gegrillt und einmal sind wir zum All You Can Eat Steak Essen gefahren. Man, das war eine Fleischschlacht.
Keine Clubtour ohne vernünftige vorherige Planung, denn das vermeidet viel Stress im Urlaub. Für die 4 vollen Tauchtage, die wir vor Ort waren, hatten wir max.12 Tauchgänge eingeplant, die auch einige von uns tatsächlich gemacht haben.
Kurzum, unser erster „Eingewöhnungstauchgang“ konnte starten. Der Tauchgang sollte uns allen und besonders den „Hemmoor-Neulingen“ einen ersten Eindruck über die Unterwasserlandschaft geben. Aktuelle Sichtweiten, Abbruchkanten, Freiwassertauchen an den Steilwänden, Sprungschichten und Temperaturen sollten bei diesem ersten Tauchgang vermittelt werden.
Prädestiniert ist natürlich Einstieg 1 für einen solchen Tauchgang, da es recht flott in die Tiefe geht und man dann rechts an der Steilwand entlang bis zum großen Anker entspannt zum Segelboot auf der Strasse tauchen kann. Auf dem Rückweg geht’s dann über die 6 und 3 Meter Plattformen zurück und an Einstieg 1 wieder raus.
Somit hatten wir direkt einen ersten Tieftauchgang in Verbindung mit super schönem Steilwandtauchen und guten Sicherheitsstoppbedingungen machen können.

