6. TG Einstieg 0:
Hier sind wir von Enistieg 0 nochmal zum Leichtflieger (um die verrissenen Fotos vom ersten TG wiedergutzumachen ;-) ). Vom Leichtflieger sind wir Wand rechte Schulter an der Abbruchkante entlang getaucht und haben hier auf 13m das Schild "Abbruchkante" gefunden.

An dieser Stelle sind wir noch etwas die Straße entlang getaucht und zurück auf der Straße am Einstieg 1 ausgestiegen. Auch hier gab es wieder reichlich Fische und auch Krebse zu bestaunen.

7. TG Einstieg 3:
Unser Abschlußtauchgang führte uns nochmal zum Rüttler. Beim zweiten mal kann man sich das Gebäude nochmal ganz in Ruhe anschauen. Vom Rüttler sind wir über die Straße zurück zum Einstieg eins getaucht. Hierbei stand uns noch ein Müllcontainer auf 30m und eine Betonbombe (Betonschüttsilo) auf 23m im Weg rum.

Vorbeigekommen sind wir wieder an diversen Schildern, Plattformen, am Segelboot, am Wald und an vielen Fischen und vier ineinander verkeilten Krebse, die nach einem Testschubs tatsächlich alle noch lebten...

Schön war´s in Hemmoor, und wir kommen auch bestimmt nochmal wieder, um auch die noch nicht gesehenen Attraktionen zu betauchen! Alles in allem gibt es eine super Infrastruktur, was auch den Tagespreis von 10 EUR rechtfertigt.

Lediglich das Flaschenfüllen ist mit EUR 3,50 für 10l doch schon sehr teuer...... Aber haben trotzdem noch viele für Euch.

 

© 2006 Nicole Kiehn

3. TG Einstieg 4:
Einen weiteren Tauchgang haben wir am Einstieg 4 (zu dem man ein kurzes Stück laufen muß) gemacht. Wir sind auf 90 Grad zuerst zum Computertisch, dann zu einem Bootswrack (beides auf 15m), dann zu einem Wohnwagen (26m) und von dort aus mit der Wand an der linken Schulter zum Lübecker Ortsschild und zum Mitsubishi (20m) getaucht. Danach ging es im Flachbereich zurück zum Ausstieg an Einstieg 4. Auch hier gab es viel Fisch (Barsche, Saiblinge, Forellen und Lachse) zu sehen.

4. TG Einstieg 1:
Einstieg 1 heißt auch einfach nur die Straße...die Straße auf der man sein Auto parkt führt unterwasser fort und zwar langsam abfallend bis zum Rüttler. Es ist jedoch keine gute Idee von Einsteig eins bis zum Rüttler zu tauchen, denn dort angekommen dürfte man keine Nullzeit mehr haben.

Wir haben ganz in Ruhe den flachen Teil der Straße erkundet und erstmal die vielen Fische bestaunt. Dann ging es weiter bis zu den Plattformen auf 6 und 12m, die direkt neben der Straße, die man an den Pflastersteinen und dem Bordstein erkennt, stehen. Ein paar Meter neben der Straße kann man über die Kante die Steilwand hinunterschauen...sehr geil! Auf 12m steht auch das aufgetakelte Segelboot in dessen Kajüte Teller auf dem Tisch stehen.

Auf 15m kommt dann ein Vorfahrtsschild und ein Blechfisch, hier haben wir gedreht und sind durch den "Mädchenwald" zurück zum Ausstieg an Einstieg 1 getaucht. Dieser Tauchgang ist auch problemlos von Anfängern durchzuführen.

5. TG Einstieg 5:
Zum Einsteig fünf muß man ein Stück von ca. 200-250m an dem Fischzuchtsperrgebiet vorbeilaufen. Beim Abtauchen sieht man gleich den markanten Stiefel von Hemmoor, der an einem Ast auf 5m hängt. Diese Stelle sollte man sich zum Aussteigen gut merken, da man, wenn man hieran vorbei taucht im Sperrgebiet landet. Wird man dabei erwischt muß man eine Angelkarte für den Tag bezahlen (ca. 50 Euro).

Wir sind vom Einsteig auf 15m mit Wand an der linken Schulter entlang getaucht. Die Steilwand geht bis auf 50m hinab und erinnert an den Atter- und Wolfgangsee in Österreich. Nach ca. 12-15min. sollte man etwas tiefer gehen, denn auf ca. 35m fängt der "Männerwald" an. Hier stehen zwischen 35-50m bis zu 10m hohe Baumriesen, die noch viele Äste haben. Gigantisch und auch ein bißchen unheimlich. Ist man einmal im Wald muß man sich ganz in Ruhe den Weg hinaus suchen...

Danach geht es dann mit Wand rechte Schulter an der Steilwand zurück. Auch der 5-10m Bereich ist hier sehr sehr schön. Aber gut tarieren sollte man wegen der Steilwand schon können!

Sanitäranlagen, wie Umkleiden, Duschen und Toiletten befinden sich ebenfalls im Gebäude der Basis. Ein Grill- und Lagerfeuerplatz ist hinter der Basis Richtung See zu finden.

Am See selber gibt es sechs Einstiege (0-5). Jeder Einstieg ist nummeriert und gekennzeichnet. Einstieg 0, 2 und drei haben Pontons, von denen man ins Wasser springt und Stufen zum rauskommen. An Einstieg 1 läuft man einfach die Straße runter ins Wasser, an Einstieg 4 muß man einen kleinen Sandweg herunter laufen und an Einstieg 5 führt eine Treppe ins und aus dem Wasser. Einstieg 3 (Rüttler) und 5 (nördliche Steilwand) sind keinesfalls für Anfänger geeignet, Ausbildung ist hier verboten. An Einsteig 0, 1 und an 4 kann auch im flacheren Wasser getaucht werden. Notruftelefone befinden sich zwischen Einstieg 0 und 1, an Einstieg 3 und an Einstieg 5. An jedem Einsteig befinden sich sehr praktische Anrödeltische!

Nun aber zu den Tauchplätzen. Bei der Vielzahl von Unterwasserattraktionen, Einstiegen und unterschiedlichen Plätzen sollte man sich bereits vorab Gedanken gemacht haben, wie und wo man tauchen möchte. Beschreibungen findet man sowohl auf der Homepage der Kreideseetaucher als auch hier: www.dive-station-hemmoor.de.

Wir haben folgende Tauchgänge gemacht:

1. TG Einstieg 0:
Auf 75 Grad durch´s Freiwasser (wobei man bei Sichtweiten von 15-20m immer Sichtkontakt zum Grund hat) zum Leichtflieger, der frei auf 17m schwebt. Auf dem Grund befindet sich an dieser Stelle eine Mittelstütze vom Rührwerk auf 25m. Beim Abtauchen haben wir an diesem Platz schon reichlich Forellen und Saiblinge gesehen. Vom Flieger sind wir auf 240 zurück zur Wand getaucht und dann an der Wand linke Schulter bis zum weißen VW Polo, der auf 17m liegt. Von dort aus sind wir rechte Schulter auf ca. 10m zurückgetaucht, bis wir zu dem fahrbaren Förderband und der LKW Rampe auf 0-6m angekommen sind. Hiernach sind wir an Einstieg 0 wieder ausgestiegen.

2. TG Einstieg 3:
Am Einsteig drei führt ein starkes Tau direkt zur Rüttlerbrücke auf ca. 18m. Man kann auch einfach der Wand folgen und kommt genauso dorthin. Auf der Rüttlerbrücke kann man sich das Geländer, den großen LKW mit Puppe im Führerhaus, eine Laterne, einen Spiegel und eine Ente anschauen. Danach sind wir am Gebäude herunter auf 32m abgetaucht. Hier kommt man auf einem Plateau an. Hier sieht man wieder ein Seil, was zur Oberflächenboje führt. Ein weiteres Seil kennzeichnet etwas tiefer auf 35m die Meisterbude und die Gänge des Rüttlers. Die Zugänge sind mit Gittern zugemacht worden, man kann aber mit der Lampe reinleuchten und einiges erkennen. Nach ausreichender Erforschung ging es langsam nach oben, vorbei an den alten Steinschlagmatten zurück zum Ausstieg an Einstieg 3.
Ach ja: Am Rüttler lohnt es sich frühmorgens zu tauchen, da dann meistens die Sonne am günstigsten steht.

Um uns endlich mal den viel beschriebenen Kreidesee in Hemmoor (in der Nähe von Cuxhaven) anzusehen, fuhren wir vom
23. - 26.10.06 in Deutschlands Norden (von Düsseldorf aus 389km, machbar in 4 Stunden Fahrtzeit).

Kurz zuvor hatten wir uns um eine günstige Ferienwohnung gekümmert, die lediglich 3 Autominuten vom See entfernt liegt
(www.tauchen-hemmoor.de). Die Wohnung hat auch einen Trockenbereich, in der man seine Ausrüstung aufhängen kann. Ansonsten besteht sie aus 2 Schlafzimmern, einem Wohnzimmer, Küche und einen großen Badezimmer mit Badewanne ;-) Einen Grillplatz in einer Art Gewächshaus steht ebenfalls zur Verfügung. Selbstverständlich findet man in Hemmoor viele Ferienwohnungen und man kann auch direkt am See Ferienhäuser mieten oder campen. In Hemmoor selber gibt es reichlich Einkaufsmöglichkeiten (Aldi, Extra), so dass man sich gut selber verpflegen kann.

Nun zum Tauchen:

Der See ist bekanntlich berühmt und berüchtigt, dementsprechend gespannt waren wir auch. Bedingt durch zahlreiche Unfälle gibt es einige Sicherheitsvorschriften. Zu beachten ist in jedem Fall, dass man mit zwei ersten Stufen und zwei getrennt absperrbaren Flaschenventilen tauchen muß. Sicher ist es in diesem Zusammenhang auch sinnvoll sich Gedanken zu machen, welche Anschlüsse man an welche Stufe schraubt.

Gleichermaßen sollte man sich mit seinem Buddy VOR den Tauchgängen darüber verständigen, was in einem Notfall zu tun ist. Es gibt in Hemmoor auch diverse Tiefenbegrenzungen, die mit den jeweiligen Ausbildungsstufen und der Tauchgangsanzahl zusammenhängen. Infos zu den Sicherheitsvorschriften etc. findet Ihr unter www.kreideseetaucher.de

An der Basis angekommen meldet man sich an: Sicherheitsvorschriften, Reglen und Seeskizze werden hierbei ausgehändigt, Brevet und Tauchtauglichkeitsbescheinigung werden geprüft. Des Weiteren bekommt man hier auch jede Menge guter Tipps bzgl. Ausrüstungskonfiguration und lohnenswerter Routen.

In der Basis bekommt man sämtliches Tauchgerödel, Souvenirs vom See, Snacks und Getränke. In der Basis sagt man auch Bescheid, wenn man nebenan seine Flasche gefüllt haben möchte (dauert eine Winzigkeit vom 1-3 min). Nach der Anmeldung bekommt man eine Tauchberechtigung, die jederzeit sichtbar im Auto zu liegen hat. Stichprobenhafte Prüfungen der Ausrüstung und der Tiefe (und mittlerweile auch Alkoholkontrollen) können jederzeit durchgeführt werden.