
Nun taucht das Buddyteam los und der Leinenführer läßt ihnen genügend Leine um die Unterwasserwelt zu erkunden. Zwischendurch sollten immer einige Leinenzeichen zur Überprüfung der Sicherheit gegeben werden. Dafür hatten wir sie ja schließlich vorher alle geübt.
Jetzt begann das irre Gefühl in eiskaltem Wasser bei 2 Grad unter einer geschlossenen Eisdecke zu tauchen. Langsam tauchten wir unter der Eisdecke auf eine riesige Blase zu.
Unsere eigenen Luftblasen versammelten sich dabei lustig unter der Eisdecke. Man konnte sehr schön das Licht durchs Eis scheinen sehen. Und immer wieder wurden vom Leinenführer draussen die Leinenzeichen und somit die Situation unter Wasser abgefragt.
Sonntags gab es dann weitere 2 Eistauchgänge, bei denen wir uns dann weiter in den See hinaus wagen konnten. Es kam schon langsam Routine ins Leinentauchen so daß auch ein paar spaßige Figuren an der Eisdecke unter Wasser gemacht werden konnten.
Der Kurs war einfach super, es hat Spaß gemacht und man hat die doch ernste Lage unter einer Eisdecke bewußt wahrgenommen. Wir haben nun auf jeden Fall Respekt vor einer geschlossenen Eisdecke auf einem See und werden, wenn es das Wetter in Deutschland zuläßt und eine Entsprechende Eisdecke vorhanden ist, nach den erlernten Regeln einen solchen Tauchgang durchführen.
Mit einem Eistauchbrevet in der Tasche zogen wir dann ins Warme zu Hause und warten nun doch auf den Sommer, na ja wenigstens schon mal auf etwas Frühling.
Und hier gibt es noch ein paar schöne Fotos
von unserem ersten Eistauchen.
© 2010 Olaf Heil
Eigentlich hassen wir Taucher ja alle den Winter in Deutschland, aber dieses Jahr hatte er doch was Positives. Wir hatten tatsächlich die Möglichkeit mal unter Eis zu tauchen.
Also beschlossen Didi, Dirk und ich uns spontan bei Jürgen´s Tauchschule anzumelden und an einem Eistauch-Kurs teilzunehmen. Und wir hatten Glück, denn kurz nach uns wurde ein Anmeldestopp verhängt, da doch so viele Taucher die Gelegenheit nutzen wollten unter fachmännischer Anleitung unter Eis zu tauchen.
Los ging es mit einem 2 stündigem Theorieblock, wo uns die besonderen Herausforderungen beim Eistauchen und auch die Gefahren, die unter Eis entstehen können, erklärt wurden. Jürgen selbst und eine erfahrene DLRG Tauchausbilderin brachten alles ist einer verständlichen Weise rüber, dass doch alle Teilnehmer nun den erforderlichen Respekt vor dem Eistauchen zeigten.
Als nächstes Stand eine kleine Knotenkunde auf dem Programm. Ein Palsteg an einem Objekt oder einem Karabiner sollte jeder können. Ebenso einen Anseilknoten, der auch mittels einem Palsteg am Körper gemacht werden kann.
Nachdem abgeklärt wurde wer Nass und wer trocken taucht, wurden die Gruppen für den Praxisteil zusammengestellt. Ja ihr hört richtig, einige von uns (z. B. Didi) waren beinhart und absolvierten den Kurs im Haltrocken Anzug.
Am Wochenende startete dann Samstag die erste Trockenübung bezgl. der Leinenführung und der Leinensignale, ohne die unter Wasser, speziell unter Eis gar nichts läuft. Jeder einzelne Teilnehmer mußte an Land die Aufgaben eines Leinführers übernehmen. Danach die des Leinentauchers und zu guter letzt den Part des Buddys unter Wasser.
Nun ein wirklich abgekürzter Überblick wie ein sicherer Eistauchgang ablaufen sollte. Zunächst wird erst einmal die Dicke der Eisdecke getestet. Danach wird ein dreieckiges Einstiegsloch ausgesägt und von den Ecken des Dreiecks aus sternförmig der Schnee weggeschoben wird. Daran können sich die Taucher orientieren, denn dieser Weg führt immer zurück zum Einstiegsloch. Weiterhin wird ein Notausstiegsloch in der Uferzone ausgesägt.
Es werden nun 5 Personen benötigt. Davon ist einer der Leinenführer an Land, der die Leine an einem Baum und am leinenführenden Taucher befestigt. Der leinenführende Taucher hat natürlich einen Buddy und als Rettungsteam für alle Fälle werden 2 weitere voll ausgerüstet Taucher benötigt.

